Ophiras Traum

Es roch nach Regen.
Der Geruch, den ich am meisten liebte.
Meine Augen waren verschlossen und ich ließ mich auf das Stück ein, welches der Regen nun auf den Blättern der Bäume spielte.
„nicht so viel träumen, Phira. Ich brauche Hilfe.“
Das ist Jarohs Stimme. Jarohs Stimme kann man unter 100 verschiedenen erkennen. Diese Ruhe in ihr war unvergleichbar. Ich öffnete die Augen und schaute ihn an. In seinen lagen Armen Berge an Holz. Ich sprang auf „Klar Helfe ich dir“
Ich ging ein Stück in den Wald und trug das Feuerholz, welches Jaroh schon bereitgelegt hatte in unsere Hütte.
Ich erschrak. Ein großer Mann mit weißen Haaren und einer Narbe über dem Gesicht stand vor mir.

Sacirus

Sein Lächeln sprach Bände.
Für ein paar Minuten schauten wir uns einfach nur an, bis wir auf einander zustürzten.
Er küsste mich lange, Und seine kräftigen Arme umhüllten mich. „Ich habe dich so vermisst“
Ich wollte diesen Mann nie wieder loslassen.
„Dachte ich mir doch dass du dich freust“, sagte Jaroh als er zur Tür rein kam und unsere erfüllten Gesichter blickte während er das Holz, welches ich fallen gelassen hatte wieder aufhob und an seinen Platz brachte.
„Aber könnten wir bitte erst einmal essen? Haltet ihr das aus?“, er zwinkerte mir zu. Jaroh kannte mich besser als jeder andere.

Und so aßen wir zu dritt. Die Waldtiere, die manchmal ein und austraten setzten sich teilweise zu uns um uns Gesellschaft zu leisten.
Jaroh ging nach dem gemeinsamen Essen raus, um noch etwas im Wald zu meditieren und nachzudenken.
In der Zeit liebten Sacirus und ich uns. Unsere Körper verschmilßten miteinander und die Nähe zwischen uns beiden war das stärkste Gefühl, welches ich jemals hatte oder wahrscheinlich auch haben werde.

„Geh nie wieder weg. Ich liebe dich“
„Hast du nicht Lust für einige Zeit mit mir zu kommen, Schlange? Ich wollte durch die ganze Welt reisen um noch mehr Zauber zu erlernen. Du könntest Tiere treffen, die du noch nie gesehen hast und dich für sie einsetzen. Komm mit.“
„Ich kann Jaroh nicht einfach im Stich lassen“
„Der kann auch mit. Durch meinen Einfluss und mein Gold haben wir so viele Möglichkeiten. Egal was du willst, du kriegst es.“

Ich lächelte ihn an und nickte. Dann küssten wir uns noch einige Minuten, bis wir uns noch ein weiteres mal liebten um dann in einander verschlungen einzuschlafen.
Als ich aufwachte war er weg. Und ich auch nicht zuhause.
Dann fiel es mir wieder ein.. Ich befinde mich eigentlich auf einem Schiff und weder Sacirus noch Jaroh waren da.
Anscheinend kriege ich doch nicht alles was ich will, Sacirus.

Ophiras Traum

Savahra Ophira